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Smart unterwegs – per Dorfshuttle oder Rufbus

Von Fockbek nach Nübbel oder von Ulsnis nach Saustrup – mit flexiblen Rufbussen ist man auch auf dem Land mobil.

Wer in der Stadt lebt, hat es bei der persönlichen Verkehrswende und damit dem eigenen Beitrag zum Klimaschutz meist leicht. Ziele sind zu Fuß, per Rad oder mit dem Nahverkehr schnell erreichbar. Auf dem Land ist klimafreundliche Mobilität dagegen oft etwas komplizierter. Zwar ergänzen Rufbusse oder Sammeltaxis fast überall die regulären Linien. Die Fahrgäste bleiben dabei aber an feste Routen gebunden.

Einen Schritt weiter ist man in der Region Rendsburg sowie im Amt Süderbrarup im Kreis Schleswig-Flensburg gegangen. Auch hier gibt es Kleinbusse, die bei Bedarf bestellt werden. Der Unterschied: Sie kommen ohne feste Route und ohne festen Zeitplan aus. Diese Flexibilität ist für Fahrgäste auf dem Land ein großes Plus. Denn so kommen sie auch ohne Auto von Dorf zu Dorf oder ins nächste Zentrum. Der On-Demand-Verkehr ist bislang am Wochenende möglich. Fahrten mir „remo“ werden freitags und samstags zwischen 21 Uhr und 3 Uhr nachts angeboten, sonntags von 21 Uhr bis Mitternacht. Damit ergänzen die Kleinbusse das ÖPNV-Angebot insbesondere in den Abendstunden, wenn für Linienbusse zu wenig Nachfrage besteht. Das Smarte Dorfshuttle im Amt Süderbrarup ist werktags und am Wochenende den ganzen Tag unterwegs (06 - 19 Uhr, Wochenende variiert leicht).

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Taxis sind das Süderbraruper „DorfSHUTTLE“ und das Rendsburger „remo nicht. Wenn andere Fahrgäste zur gleichen Zeit in die gleiche Richtung wollen, werden Fahrten zusammengelegt. Und es gilt der übliche ÖPNV-Tarif. Die Dorfshuttle sind also deutlich günstiger als Taxis. Eine Fahrt lässt sich mit einem Klick in der App NAH.SHUTTLEoder telefonisch buchen. Rund zwanzig Minuten nach der Buchung ist das barrierefreie Fahrzeug am gewählten Haltepunkt.

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Umweltfreundlich sind die Shuttle-Angebote zum einen durch das Bedarfsprinzip. Die Fahrzeuge sind nur dann unterwegs, wenn sie gebraucht werden. Zum anderen sind sie elektrisch und damit emissionsfrei unterwegs und können umgerechnet sogar bis zu 100 Privat-PKW ersetzen. Das gilt für jeden Dienst im echten Norden, wie auch immer er heißt. In Nordfriesland ist es beispielsweise der Rufbus, in Dithmarschen der „RuDi“ und im Kreis Ostholstein bucht man Anruf-Linien-Fahrten (ALFA). In Bargteheide oder im Amt Nordstormarn fährt man dagegen im Anrufsammeltaxi (AST). Die Dorfshuttle ebnen damit den Weg, auch auf dem Land ohne eigenes Auto mobil zu sein. So geht echter Klimaschutz im echten Norden.

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